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Cattelans Bananen für je 120.000 Dollar verkauft

Der italienische Künstler Maurizio Cattelan hat auf der Art Basel in Miami echte Bananen an die Wand geklebt. Am Eröffnungstag der Kunstmesse waren zwei davon schon verkauft - für je 120.000 Dollar. Ein Witz, ganz sicher, aber auf wessen Kosten?

"Ich hoffe, dass meine Werke nach meinem Tod unabhängig von mir weiterleben können, ohne dieses Witzbold-Image, das meine Arbeit überschattet", sagte Maurizio Cattelan erst kürzlich in einem Interview mit dem "SZ-Magazin". Wenn das tatsächlich sein Ziel ist, ist der italienische Künstler auf der Art Basel/Miami Beach gleich doppelt gescheitert: Auf der Kunstmesse hat der 59-Jährige am Stand der Galerie Perrotin drei echte Bananen mit Panzertape an die Wand geklebt. Gibt es ein clowneskeres Material als die Ausrutsch-Frucht? Und ein vergänglicheres?

Dennoch waren zwei Bananen am Freitag schon verkauft, Bilder dieser Arbeit sind jetzt die meistgeteilten auf Instagram, von CNN bis "Bild" haben internationale Medien über die angeblich so beknackte Gegenwartskunst berichtet. Cattelan hat es wieder geschafft, und das Beste daran ist, dass es diesmal nicht so einen wahnsinnigen Aufwand gebraucht hat wie bei seiner goldenen Toilette oder den toten Pferden.

Die Idee zu dieser Arbeit kam dem Künstler nach eigenen Angaben vor einem Jahr. Damals dachte Cattelan an eine Skulptur, die wie eine Banane geformt war. Jedes Mal, wenn er reiste, brachte er eine Banane mit und hängte sie in sein Hotelzimmer, um sich zu inspirieren. Er fertigte mehrere Modelle an: zuerst aus Harz, dann aus Bronze und aus bemalter Bronze, um schließlich auf die ursprüngliche Idee einer echten Banane zurückzukommen.

Und da hängen sie jetzt also: gekauft in einem Lebensmittelladen in Miami, als Kunst kosten sie 120.000 Dollar das Stück. Die Käuferinnen können sie sich am Ende der Messe, Sonntagabend abholen. Dann werden sie schon leicht bräunlich sein, schön matschig. Angaben darüber, wie das Kunstwerk zu konservieren sei, liefert die Galerie nicht mit.

Quelle: monopol magazin

 

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